Schäferfest: 5000 Besucher im Rittergut
Klein Schneen. Etwa 5000 Besucher haben am Wochenende in Klein Schneen beim Schäferfest des Landschaftspflegeverbandes Wissenswertes rund ums Schaf erfahren. Dabei gab es nicht nur Informationen über die verschiedenen Rassen. Auch über Schäferei als Wirtschftszweig erfuhren die Gäste interessante Details. An den Ständen gab es zudem allerlei Schafsprodukte von Textilien über Käse bis hin zu Seife zu kaufen. Außerdem wurde die Weiterverarbeitung der Schafwolle vorgeführt. Ein Video vom Schäferfest im Rittergut finden Sie auf der Internetseite des Tageblattes unter www.goettinger-tageblatt. de.

Alles dreht sich rund ums Schaf: Schäferfest im Rittergut Klein Schneen.
Foto: Heller
Textilien, Seife, Käse und Bratwurst vom Schaf
Schäferfest auf dem Rittergut Klein Schneen: Viele Angebote und Infos für gut 5000 Besucher
Wissenswertes und Produkte
rund ums Schaf bot auch in
diesem Jahr wieder das Schäferfest
auf dem Rittergut Klein
Schneen. Rund 5000 Besucher
nutzten das vielfältige Angebot.

Spinnt: Gaby Busse von der Eichsfelder Frauenwerkstatt.
Foto: Heller |
VON STEPHANIE JABS
Klein Schneen. Sie haben ein bisschen Ähnlichkeit mit Kühen ist doch ihr weißes Wollkleid mit braunen oder schwarzen großen Flecken durchzogen und doch sind es Schafe. In Deutschland gibt es von ihnen nur 300 Muttertiere, zu einer anerkannten Schafrasse wurde das Bunte Bergschaf erst vor rund 20 Jahren im Herdbuch des Schafzuchtverbands Niedersachsen ernannt, erklärt Schäfer Ludwig Raßmann. Einige Exemplare des Bunten Bergschafs sowie andere Exoten unter den Nutztieren, wie zum Beispiel das seltene Walachenschaf oder das Kamerunschaf, waren am vergangenen Sonntag beim Schäferfest auf dem Rittergut Klein Schneen zu bestaunen. Wir bieten alle Produkte rund ums Schaf, erklärte Organisatorin Ute Grothey vom Landschaftspflegeverband des Landkreises Göttingen. So gab es neben Käse, Textilien und Seifen unter anderem auch Bratwürste vom Schaf. Es ist uns besonders wichtig, dass wir nicht nur irgendwelche Stände anbieten, der Bezug zum Tier und zur Schäferei muss gegeben sein.
Unheimlich gewachsen
Aus diesem Grund soll das Fest laut Grothey, bei dem inzwischen 45 verschiedene Akteure mit ihren Ständen und Angeboten vertreten sind, auch nicht mehr ausgeweitet werden wenn, dann nur inhaltlich. Denn: Es ist in den vergangenen Jahren unheimlich gewachsen und nun sind wir an dem Punkt, wo nichts mehr fehlt. So komme es, dass die Arbeit der Schäfer und die regionale Wirtschaft, die damit verbunden ist, wieder ins Gedächtnis der Menschen zurückgekehrt sei. Es gibt nicht mehr viele Schäfer, da diese Sparte in der Landwirtschaft am wenigsten produktiv ist. Aber sie ist wichtig für unsere Landschaft, die von den Schafen abgegrast wird. Um darauf aufmerksam zu machen, ist vor sechs Jahren das Ereignis entstanden, das heute einem Volksfest gleichkommt. Auch die Bewohner aus Klein Schneen nehmen das sehr gut an, vor allem weil es hier ja auch keine Kirmes mehr gibt, so Grothey. Neben stündlichen Schur-Vorführungen und der Vorstellung verschiedener Rassen gab es für die rund 5000 Besucher auch eine Filzkunst-Ausstellung der Firma Filzrausch, Lesungen von Autorin Haike Falkenberg aus dem Buch Molle fliegt zum Mond und jede Menge Stände mit Schaf-Produkten. Während der Besucher sich die einzelnen Stationen der Käseproduktion vom Zusatz von Milchsäurebakterien über den Käsebruch bis hin zum Salzbad anschaute, konnte er, angeregt vom leckeren Geruch des Käses, über den Kauf eines solchen nachdenken. Auf dem Rückweg des Rundgangs besuchten viele noch den Malwettbewerb für Kinder und der ein oder andere kaufte noch eine Seife ein, um dann mit einer Menge Eindrücken und gewachsenem Verständnis für die Wirtschaft rund ums Schaf den Nachhauseweg anzutreten. Ein Video vom Schäferfest gibt es im Internet unter: www.goettinger-tageblatt.de /lokale videos.

Suchen die Nadel im Heuhaufen?
Kleine Besucher des Festes.
Foto: Heller |

Schafe stehen im Mittelpunkt des Festtreibens:
Zahlreiche Besucher in Klein Schneen.
Foto: Heller |
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