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Schafe als Landschaftspfleger

Jahrhunderte lange Beweidung ließen so fast nebenbei die heute als besonders artenreich geltenden Magerrasen-Hutungen entstehen. Die südniedersächsischen Halbtrockenrasen auf Kalkboden und die locker mit hochstämmigen Obstbäumen bestandenen Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Pflanzengesellschaften Mitteleuropas. Durch Nutzungsaufgabe sind diese wertvollen Lebensräume zunehmend in ihrem Bestand gefährdet.

Alte Rassen - wie z.B. das Leineschaf - sind anspruchslos und somit ideale Partner bei der Offenhaltung und Pflege unserer Kulturlandschaft. Durch Tritt und selektiven Verbiss trägt das Schaf, wie kein anderes Tier dazu bei, dass sich ökologisch besonders wertvolle Pflanzengesellschaften bilden. Ziehende Schafherden tragen darüber hinaus wesentlich zur Verbreitung seltener Tiere und Pflanzen bei. In ihrem Fell transportieren sie Samen und kleinere Tiere von Weidefläche zu Weidefläche, was einer zunehmenden Verinselung heutiger kleiner Restbestände an Magerrasen und Streuobstwiesen günstig entgegenwirkt.