Genuss für die Region
Zum fünften Mal in Folge finden auf Initiative des Landschaftspflegeverbandes Landkreis Göttingen e.V. in der letzten September- und ersten Oktoberwoche die Leinelammwochen statt.
Lammfleischliebhaber können in verschiedenen Restaurants und Hotels im Raum Göttingen Köstlichkeiten vom Leinelamm genießen! Nach dem überaus erfolgreichen Verlauf in den vorangegangenen vier Jahren erhalten so die Leinelammwochen mittlerweile einen festen Platz im gastronomischen Kalender der Region. Die ortsansässige Fleischerei Sebert aus Göttingen-Geismar ist dabei Dreh- und Angelpunkt zwischen den hiesigen Leineschafzüchtern und den beteiligten Gastronomiebetrieben. Zu den Aktionswochen bietet die Fleischerei auch frisches Lammfleisch vom Leineschaf in ihren drei Verkaufsstellen in Geismar, Rosdorf und Weende.
Das Leineschaf: Vom Aussterben bedroht
Während bis in die vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts noch rund 80.000 Leineschafe in Niedersachsen weideten, war das Leineschaf bis vor einigen Jahren fast ausgestorben. Der Landschaftspflegeverband hat es sich zur Aufgabe gemacht diese alte Schafrasse, deren Heimat das Leinebergland sowie das Eichsfeld ist, zu erhalten. Die Bestände des Leineschafes sind so in den letzten Jahren erfolgreich wieder aufgebaut worden. Derzeit halten 13 Tierhalter in den Landkreisen Göttingen und Northeim etwa 450 Leineschafzuchttiere und weitere 700 Leinelämmer. Ihr Auftrag ist die Pflege unserer abwechslungsreichen Kulturlandschaft mit ihren artenreichen Grünlandflächen, Magerrasen und Streuobstwiesen.
Erhalten durch Aufessen"
Nur unter diesem Motto kann sich diese lokale Schafrasse dauerhaft am Ort ihres Ursprungs, dem Leinebergland, wieder etablieren und vielfältigen Nutzen stiften. Es gilt, Schaffleisch grundsätzlich salonfähig zu machen und geschmackvoll auf den Tisch zu bringen. In Deutschland werden zum Beispiel gegenüber Griechenland (13,3 Kg) oder Großbritannien (6,5 kg) nur 1,1 kg Schaffleisch pro Kopf und Jahr verzehrt. Davon kommt der überwiegende Teil des in Deutschland verzehrten Lammfleisches "tiefgefroren" aus Neuseeland.
Leinelamm schmeckt
Aber hier soll kein Schützen ohne Nutzen betrieben werden. Die natürliche Haltung und Ernährung kann auch schmecken. Lammfleisch ist besonders zart, fettarm und vitaminreich.
Leinelammwochen schon 2006 erfolgreich!
Übrigens, das Engagement aller Beteiligten in den letzten vier Jahren hat sich gelohnt: Allein rund 100 Leinelämmer bzw. über 3.500 Portionen Leinelamm wurden während der ersten Aktionswochen 2006 verspeist. "Ein schönes Ergebnis und ein Zeichen, dass die Kunden solch ein regionales Angebot begrüßen und zu schätzen wissen", betont Ute Grothey vom Landschaftspflegeverband. Alle konnten von den Leinelammwochen profitieren. Vor allem das Leineschaf habe eine neue Wertschätzung erfahren und, nicht zuletzt, werde unsere schöne Landschaft nachhaltig durch die Beweidung gewinnen. Letztlich entscheide der Verbraucher, wie sich die Region gestalte. |